DAS SOZIALREFERAT INFORMIERT

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · September 2014

Behindertenprojekt: Fortbildung und Supervision

Neben mehrtägigen Fachtagungen organisiert die ZWST mit Unterstützung von Aktion Mensch e.V. regelmäßig Supervisionen und Fortbildungstage zu spezifischen Themen der Behindertenarbeit. Alle Mitarbeiter des ZWST-Behindertenprojektes nehmen daran teil, auch weitere ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter jüdischer Einrichtungen und ihrer Kooperationspartner sind willkommen (z.B. der Internationale Bund, Henry und Emma Budge-Stiftung). Die regelmäßig stattfindenden Supervisionen leitet Dr. Michael Bader, wissenschaftlicher Berater des Projektes. Als weiterer Supervisor ist Karl Mayer tätig, Diplom-Psychologe und ehemals langjähriger Supervisor des Caritasverbandes Mainz.

Borderline besser verstehen

Unter diesem Motto fand am 12.08.2014 in der jüdischen Gemeinde Frankfurt eine von der ZWST organisierte Fortbildung statt. An der, von einem Grußwort des ZWST-Direktors Beni Bloch eingeleiteten Veranstaltung haben über 40 Interessenten aus ganz Deutschland teilgenommen, die im Bereich Sozialarbeit tätig und berufsbedingt unter anderem mit psychisch kranken Menschen konfrontiert sind. Diese zu begleiten und in geeigneter Weise zu unterstützen, bildet eine der größten Herausforderungen für die sozialpädagogische Arbeit und erfordert eine spezielle Qualifikation.

Im Rahmen dieser Fortbildung wurde ein Verständnis für das komplexe Krankheitsbild Borderline vermittelt, Einblicke in das Erleben Betroffener gegeben und Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt. Borderline-Störungen gelten als seelisches Grenzgebiet zwischen Psychose, Neurose und Persönlichkeitsstörung. Hier sind bestimmte Bereiche der Gefühle, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie in einem gestörten Verhältnis zu sich selbst  äußert. Diese psychische Erkrankung wird häufig von weiteren Belastungen begleitet, darunter Depressionen sowie verschiedene Formen selbstverletzenden Verhaltens .

Dem Referenten Dr. med. Wolfgang Hasselbeck, Psychiater und Mitbegründer des Vereins Soteria (Humanistische Behandlung psychotischer Krankheitsbilder) ist es gelungen, mit viel Kompetenz, Humor und praxisnahen Fallbeispielen die verschiedenen Facetten der Krankheit deutlich zu machen. Das Thema ist bei den Teilnehmern auf reges Interesse gestoßen. Es gab viele Fragen, z.B. nach den Symptomen und dem Verhalten in schwierigen Situationen zwischen Sozialarbeiter und Klient, die Dr. Hasselbeck ausführlich beantwortet hat.

Natascha Poltawez, ZWST

 

Bisher durchgeführte Fortbildungen im Jahr 2014:

  • Januar 2014: „Betreuungsrecht“ (Dietmar Courts, Richter am Amtsgericht Frankfurt, Dozent an der FH Frankfurt/M.), „Epilepsie“ (Dr. Wolfgang Hasselbeck)
  • März 2014: „Ehrenamt und Menschen mit Behinderung“ (Dan Fayutkin, ZWST), „Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung“ (Wolfgang Schrank, Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e.V.)
  • Fachtagung vom 24.-25. März 2014: „Autismus“ für Angehörige und Fachkräfte (Angelika Twardella, Stefanie Lange, Autismus-Therapieinstitut Langen, Julia Fritsche, Team Autismus GbR Mainz)

„Integration von Menschen mit Behinderung“

Projektleitung:

Dr. Dinah Kohan

kohan@zwst.org

Kontakt und Info:

Marina Chekalina

T.: 069 / 944 371-19

chekalina@zwst.org

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