Das Jugendreferat informiert

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 4 · Dezember 2014

„Auf den Spuren des Max-Willner-Heims“...

…lautet der Titel des Dokumentarfilms, den „junge Historiker“ der Ferienfreizeit vom 31.07. bis 14.08. 2014 in Bad Sobernheim unter Anleitung ihrer Workshopleiter produziert haben. Der Film ist ein Ergebnis des Projektes „Anachnu be Sobernheim“ („Wir in Sobernheim“), dass sich aus dem diesjährigen Machanethema heraus entwickelt hat.

Das Thema „Anachnu“ - „Wir als jüdische Gemeinschaft in Deutschland“ wurde für die 8-11jährigen Teilnehmer ganz konkret gemacht. Wir haben genau den Ort in den Fokus unseres Projektes gestellt, der wie kein anderer die verschiedenen Phasen der Arbeit der ZWST begleitet und geprägt hat – die Freizeit- und Bildungsstätte Max-Willner-Heim.

Nach dem Ende des Holocaust fanden Ende der 50er Jahre wieder die ersten Machanot in Deutschland statt. Hier wurden in den nunmehr letzten sechs Jahrzehnten Inhalte vermittelt, Judentum gelehrt, von Israel berichtet und vieles mehr. Als Kinder und Jugendliche Anfang der 90er Jahre aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland kamen, entwickelte sich ihr erster Kontakt mit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland oft im Max-Willner-Heim. So ist die Entwicklung der ZWST-Bildungsstätte ein Teil der jüngeren Geschichte der Juden in Deutschland.

Das Projekt selbst hat sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Thema beschäftigt. Die Kinder konnten sich entsprechend ihren Interessen in folgenden Gruppen dem Thema nähern: Geschichte und Medien (Erforschen der Historie, Darstellung in den Medien), Gesang und Tanz (Welche Lieder und Tänze wurden damals gesungen und getanzt?), Theater (Darstellungen zum Thema ´Was bedeutet für mich Machane`), Band (musikalischer Bezug mit eigenen Songs), kreatives Gestalten (Bilder und Mosaik zum Thema), Architektur (Bau eines Baumhauses).

Besonderer Dank gilt dem Vorsitzenden der ZWST, Ebi Lehrer und dem Direktor der ZWST, Beni Bloch, die sich die Zeit genommen haben,  den Kindern für ihren Film „Auf den Spuren des Max-Willner Heims…“ Rede und Antwort zu stehen.

Zur Premiere begrüßte neben Ebi Lehrer und Beni Bloch auch der Bürgermeister von Bad Sobernheim, Michel Greiner, die Kinder des Machanes.

Als Abschluss des Projektes präsentierten die Kinder neben dem Film ihre erarbeiteten Kunstwerke, Tänze, Lieder, Songs, Theaterstücke und ihr Baumhaus, welches hoffentlich noch weiteren Generationen Freude machen wird. Jeder einzelne hat seinen Teil zu einem wichtigen Ereignis beigetragen. Gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten und dann ein gemeinsames Erfolgserlebnis zu feiern, hat alle ganz besonders zusammen geschweißt. Die Kinder identifizieren sich über die Auseinandersetzung mit diesem Ort stärker mit dem Max-Willner-Heim und der ZWST.

Susanne Benizri, Erziehungsreferentin IRG Baden, Leiterin der Freizeit

 

Der Film „Auf den Spuren des Max-Willner-Heims“ ist hier online:

www.zwst.org/de/zwst-ueber-uns/einrichtungen

www.zwst.org/de/junge-generation/ferienfreizeit-machanot

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