Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 4 · Dezember 2017

Laura Cazés

Laura Cazés engagiert sich im Vorstand der European Union of Jewish Students (EUJS)

Die EUJS wurde als unabhängige Organisation vor 40 Jahren gegründet. Als politische Organisation vertritt die EUJS die Interessen jüdischer junger Erwachsener in internationalen politischen Gremien wie den EU-Institutionen, den Vereinten Nationen und der OSZE. Sie unterstützt außerdem regionale jüdische Studierendenverbände und vernetzt sie untereinander. Das EUJS-eigene Angebot soll jedoch auch junge Menschen erreichen, die in ihren Ländern weniger involviert sind. Ein weiterer Arbeitsbereich ist die aktive Vernetzung mit anderen religiösen und ethnischen Minderheiten. Im August 2017 wurde Laura Cazés, ZWST-Koordinatorin des Deutsch-Israelischen Freiwilligendienstes in den EUJS-Vorstand gewählt.

Was hat dich dazu bewogen, dich für die Wahl in den Vorstand der EUJS aufstellen zu lassen? „Ich sehe mein Ehrenamt in der EUJS als tolle Ergänzung zu meiner Tätigkeit bei der ZWST. Seit der Präsidentschaft von Benny Fischer ist hierzulande die EUJS wieder als Institution bekannter geworden, aber auch regionale Initiativen wurden wiederbelebt: Neben der Gründung der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD)wurden auch lokal viele junge Erwachsene aktiv. Die nächste Herausforderung ist häufig nun die Schaffung nachhaltiger Strukturen in ihren Verbänden. Den Wenigsten mangelt es dabei an Motivation, sondern eher am Werkzeug, der Zeit und der Unterstützung, diese umzusetzen. Durch meine hauptamtliche Tätigkeit bei der ZWST gewinne ich täglich einen ganz neuen Blick auf die jüdische Landschaft in Deutschland. In Verbindung damit kann der Blick in die Strukturen anderer Länder sehr inspirierend wirken. Gleichzeitig hat die Präsenz einer jüdisch-deutschen Stimme international heute eine besondere Bedeutung, sowohl in Bezug auf Deutschlands Stärke im geopolitischen Kontext als auch aufgrund der veränderten Wahrnehmung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.“

Welche Themen sind dir wichtig? „Ich wünsche mir, dass sich die jüdische Gemeinschaft stärker mit gesamtgesellschaftlichen Themen beschäftigt, z.B. der Stärkung von Frauen. Gleichzeitig sollen jüdische Themen, die häufig auch andere Minderheitengruppen betreffen, stärkeren Einzug in die mehrheitsgesellschaftliche Debatte erhalten. In beiden Fällen haben junge jüdische Menschen in Deutschland und Europa viel beizutragen. Wichtig ist jedoch auch: Nicht nur die jüdischen Gemeinden müssen für junge Erwachsene Platz schaffen, auch junge Erwachsene müssen ihre Rolle in der Gemeinde neu definieren, damit diese auch in Zukunft ihr Raum ist.“

Viel Erfolg für dein neues Engagement!

HvB, ZWST

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